IFOY

Published on 3. März 2019 | by Anita Würmser

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Einen IFOY AWARD muss man sich verdienen. Gut so!

Lassen Sie sich folgenden Dialog auf der Zunge zergehen. Ich habe ihn als Jury-Vorsitzende des IFOY AWARD x-fach so oder ähnlich geführt, und zwar ohne Ausnahme mit Start-ups:

„Wir wollen uns für den IFOY AWARD bewerben“, sagt der Anrufer.
Ich erkläre die Teilnahmebedingungen und sage: „Bei einer Nominierung wird Ihr Produkt getestet.“
Mein Gegenüber: „Getestet? Wieso? Das ist aber nicht üblich.“
Ich: „Wir testen die Finalisten, um zu verifizieren, ob die Angaben stimmen und lassen den Wert der Innovation wissenschaftlich beurteilen.“
„Echt? (Pause) Okaaay? (Pause) Nein, das wollen wir auf gar keinen Fall“, sagt mein Gegenüber heftig.
Ich: „Warum nicht?“.
Antwort: „Die echten Leistungsdaten sind geheim. Wir haben auch so genug Anfragen“. Oder: „Das ist nicht Start-up-freundlich“ Und dann noch: „Es gibt genügend andere Preise, bei den man leichter gewinnen kann.“

Stimmt. Genau genommen ist es geradezu ein Ding der Unmöglichkeit, als Logistik-Startup keinen Preis zu gewinnen. Hauptsache, die Story klingt gut. Dass es auch die Produkte sein müssen, ist offenbar keine Bedingung mehr.

Ob Stapler, Lagertechnik, Robotik, FTS oder Software, von der Drohen bis zum Spezialgerät – wer einen IFOY AWARD gewinnen will, muss ihn sich verdienen. Schon das Finale der internationalen Auszeichnung erreichen nur die Besten. Dort geht es aber erst richtig los, denn die Kandidaten müssen zum IFOY Audit antreten: technischer IFOY Test, wissenschaftlicher Innovation Check und Jury Test. Eine Woche lang wird gehoben, gefahren, gemessen, gelagert und in den Jurysitzungen diskutiert. 120 Gäste aus 19 Nationen, darunter verschiedene Test-Teams sowie über 30 Juroren, Wissenschaftler und Logistikmanager auf Industrie, Handel und Spedition reisen an, um die Tests live zu verfolgen.

Schauplatz der IFOY TEST DAYS, die gerade begonnen haben, ist diesmal die Halle 4 auf dem Gelände der Deutschen Messe in Hannover. 15 für den IFOY AWARD nominierte Geräte und Lösungen von insgesamt einem Dutzend Herstellern stellen sich dort von 1. bis zum 8. März dem wahrscheinlich härtesten Intralogistiktest der Welt. Mit dabei: die Neuentwicklungen von Cargometer, Clark, Combilift, Hubtex, Jungheinrich, Raymond, SAE, Still, Torwegge und UniCarriers. Im Finale stehen mit ProGlove und Trône Seating erstmals zwei Startups. Sie haben jetzt schon „gewonnen“, vor allem an Respekt.

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About the Author

Anita Würmser

Journalistin und geschäftsführende Juryvorsitzende der Logistics Hall of Fame und des IFOY AWARD. Inhaberin von wuermser.communications.



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