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Published on 2. Dezember 2019 | by Stefanie Nonnenmann

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„Du, ich hab da mal …“ Professor Michael ten Hompel über Logistics Hall of Fame-Neuzugang Erich Staake

Professor Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund, kennt Erich Staake, neues Mitglied in der Logistics Hall of Fame, schon seit vielen Jahren. Für die neueste Ausgabe des Logistics Hall of Fame-Magazins, das unter anderem im Zuge der diesjährigen Preisverleihung am 5. Dezember in Berlin an alle Gäste verteilt und auch als E-Paper verschickt wird, erweist er Staake mit einem sehr persönlichen Kommentar seine ganz besondere Ehre.

Das sind seine Worte:

„Erich ist gnadenlos. Er raucht die dicksten Zigarren – im Büro, im Auto gerne auch mal bei geschlossenem Fenster oder auf dem Schiff. So war es auch, als er mich vor gut zehn Jahren anrief und meinte, es wäre Zeit, sich einmal zusammenzusetzen. Wir trafen uns auf der „Karl Jarres“, dem Konferenzschiff der Duisburger Hafen AG. Er zeigte mir logport I, erklärte logport II und ich erinnere mich gut, dass ich mich fragte, warum er den Hafenarealen nicht traditionelle Namen gegeben hatte, sondern sie schnöde durchnummerierte. Im Laufe unserer Begegnung wurde mir schnell klar, mit Hafenromantik hat logport wenig zu tun. Hier ist ein System multimodaler Logistikzentren mit komplexen logistischen Dienstleistungen entstanden, das Erich konsequent entwickelt. Inzwischen ist man bei logport VII angekommen und hat das System auf etliche Flächen, auch außerhalb des Hafens und außerhalb Deutschlands, übertragen.

Als wir uns damals trafen, kam es, wie es kommen musste. Wir tranken ein Glas Rotwein, rauchten eine Zigarre und beschlossen gemeinsam das bis dato größte Forschungs- und Entwicklungsprojekt zu gründen: den EffizienzCluster LogistikRuhr. Ein Jahr später stand der Spitzencluster mit weit über 100 Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

Erich kennt keine Grenzen. Er geht selbstverständlich zu Schalke 04 und zum BVB. Als er 2011 die Grenze zu China überschritt, war das auch nur ein kleiner Schritt. Er ist der Initiator der neuen Seidenstraße und kommentierte das seinerzeit in etwa mit den Worten: „Du, die Chinesen wollen nach Europa. Da bin ich mal hingefahren und habe erstmal auf der Karte gezeigt, wo Duisburg liegt.“ Heute sind auf den Karten manch chinesischer Logistiker westlich von Moskau nur noch Rotterdam und Duisburg verzeichnet.
Erich ist kommunikativ. Gelegentlich merkt man ihm seine berufliche Herkunft aus der Medienbranche an. Er kommuniziert völlig vorbehaltlos, unabhängig davon, ob der chinesische oder russische Ministerpräsident vor ihm steht, ein Professor oder Hafenmeister. Dabei hat sich die Form der Ansprache über die Jahre ein wenig dem Idiom der Gegend angepasst. Wenn er hierzulande einen Satz mit den Worten „Du, ich hab‘ da mal…“ beginnt, kann man sich auch in Zukunft auf einiges gefasst machen.“

Mehr zur Logistics Hall of Fame und zum neuen Mitglied 2019 lesen Sie wie immer unter diesem Link: https://logisticshalloffame.net/de/

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About the Author

Stefanie Nonnenmann

PR-Journalistin und Projektmanagerin, impact media projects. www.bestoflogistics.de Brands: IFOY AWARD, Logistics Hall of Fame



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