LHOF

Published on 16. Dezember 2019 | by Stefanie Nonnenmann

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„Keine Frage“

Für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer war es „keine Frage“, ob Erich Staake in die Logistics Hall of Fame aufgenommen wird – lediglich eine Frage des Zeitpunkts. In seinem ganz persönlichen Grußwort an das neue Mitglied im Logistics Hall of Fame-Magazin führt er auch aus, warum der Duisburger Hafen hervorragend zum Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur passt.

„Es war keine Frage, ob Erich Staake in die Ruhmeshalle der Logistik aufgenommen wird, sondern allein wann. Der Erfolg des Duisburger Hafens, der einzigartige Strukturwandel der Stadt und die Modernisierung der Binnenhafenlogistik sind untrennbar mit seinem Namen verbunden. Dass das so kommen würde, darauf hätte kaum jemand Ende der 1990er Jahre gewettet. Die FAZ nennt es heute das „Wunder von Duisburg“. „Mach was aus diesem Haufen Schrott“ – das war der Arbeitsauftrag des damaligen NRW-Ministerpräsidenten Wolfgang Clement an den Unternehmer Staake (Quelle: Die Zeit). Der Schrott, das war das alte Hüttenwerk von Krupp in Duisburg-Rheinhausen. 1993 wurde es geschlossen, Zehntausende demonstrierten damals dagegen, dann moderte und rostete es vor sich hin – bis Staake es 1998 übernahm und daraus etwas völlig Neues machte: den logport.

Aus einer ehemaligen Industriebrache haben Staake und sein Team multi- und intermodale Logistikzentren gemacht, wo sich international operierende Logistikdienstleister angesiedelt haben. Mit diesen logports hat sich der nun duisport getaufte Hafen zu einer bedeutenden und modernen Logistikdrehscheibe entwickelt. Duisport ist der größte Binnenhafen der Welt und erzielt ein Umschlagvolumen von 4,1 Millionen TEU (20-Fuß-Standard-Container) – mehr als so mancher internationale Seehafen. Heute ist der Duisburger Hafen nicht nur ein Aushängeschild für den Logistikstandort Nordrhein-Westfalen, sondern auch der Inbegriff für gelungenen Strukturwandel. Zehntausende neuer Arbeitsplätze sind so entstanden. Das Ende von Kohle und Stahl bedeutete den Anfang von Transport und Logistik.

Mit seinem multimodalen Ansatz passt der duisport hervorragend zum Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Durch die Vernetzung der Verkehrsträger Wasser, Schiene und Straße kann er Transportketten möglichst effizient sowie umwelt- und klimafreundlich gestalten. Das ist auch unser Ziel. Wir investieren deshalb Rekordsummen in die Schiene, modernisieren die Logistik mit unseren Masterplänen Binnenschifffahrt und Schienengüterverkehr und setzen mit unserem Innovationsprogramm Logistik 2030 voll auf Zukunft. Dazu gehört natürlich auch der Kombinierte Verkehr, den wir weiter stark fördern werden. Ich bin froh, dass wir Unternehmer wie Erich Staake in Deutschland haben, die die Logistik innovativ und dynamisch halten. Er hat sich mit Mut, Entschlossenheit und Erfindergeist immer wieder neuen Herausforderungen gestellt und die Marke Logistik made in Germany entscheidend geprägt. Herzlich willkommen in der Logistics Hall of Fame!“

Das Logistics Hall of Fame-Magazin als E-Paper lesen – hier lang!

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About the Author

Stefanie Nonnenmann

PR-Journalistin und Projektmanagerin, impact media projects. www.bestoflogistics.de Brands: IFOY AWARD, Logistics Hall of Fame



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