Coronaserie

Published on 8. Dezember 2020 | by Stefanie Nonnenmann

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Der digitale Apotheken-Butler

Die Corona-Krise hat zahlreiche neue Herausforderungen mit sich gebracht – auch für die Geschäfte des Einzelhandels. Die Firma Aponet ist eine 100-prozentige Tochter der KNAPP AG, Spezialist für Lagerautomatisierung und Lagersoftware. Das Unternehmen entwickelte im Rahmen der Corona-Krise innerhalb von nur drei Wochen eine Stele für kontaktlose Einlasskontrollen und Wartekommunikation vor Geschäften und Apotheken. Sie stellt sicher, dass die geltenden Abstandsregeln eingehalten werden und verhindert bei Bedarf ein Überschreiten der pro Quadratmeter empfohlenen Personenanzahl. Eintreten oder Warten? Der so genannte „Digital Butler“ signalisiert dies deutlich und verständlich. Während die Kunden warten, können Serviceleistungen und Aktionen auf dem Display angezeigt oder beispielsweise die Kundenkarte eingelesen werden. Bei Bedarf springt nach Angaben von Aponet automatisch eine individuell gestaltbare Diashow an.

Interview mit den Geschäftsführern Christian Bauer und Christopher Thielen

Was war Ihre größte Herausforderung in der Coronakrise?

Zum einen für die Systeme bei unseren Kunden, den Apotheken, die eine sehr wichtige Rolle in der Krise innehatten, weiterhin einen perfekten Service zu bieten und damit die Systemstabilität zu erhalten. In dieser Zeit haben wir den Digital Butler gemeinsam entwickelt. Zum anderen war es natürlich für uns, wie für alle anderen auch, die Schwierigkeit, einen nicht planbaren Prozess, den es vorher in dieser Form noch nicht gegeben hat, in allen Themenbereichen wie z.B. Mitarbeitersicherheit, operatives Tagesgeschäft und auch strategische Entwicklungen zu managen.

Wie haben Sie akut reagiert und was sind Ihre lessons learned?

Wir haben über ein sehr klares, transparentes und straffes Management in Richtung Kunden und Mitarbeitern agiert. Unsere Lessons learned: „Sei vorbereitet auch auf das, was du nicht für möglich hältst.“ und „Wir sind besser, agiler und digitaler als man vorab gedacht hätte.“

Was würden Sie im Nachhinein anders machen?

Nichts.

Welche zentrale Erkenntnis nehmen Sie aus dieser Krise mit?

Automatisierung und Digitalisierung werden sich noch rascher entwickeln und verbreiten als bis vor kurzem noch gedacht. Da wir in Europa im internationalen Vergleich hinten anstehen, haben wir hier einiges aufzuholen. Gleichzeitig müssen wir bei unseren Prozessen und Supply Chains neben Warenfluss, Geldfluss und Datenfluss neue Faktoren berücksichtigen: Krisensicherheit, Reaktionsgeschwindigkeit und ein sich noch schneller veränderndes Umfeld als je zuvor für möglich gehalten.

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About the Author

Stefanie Nonnenmann

PR-Journalistin und Projektmanagerin, impact media projects. www.bestoflogistics.de Brands: IFOY AWARD, Logistics Hall of Fame



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