Coronaserie

Published on 10. Dezember 2020 | by Stefanie Nonnenmann

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Digitalisierung und kollaboratives Arbeiten

„Die zentrale Erkenntnis aus der Krise ist für mich: Digitalisierung ist für alle Unternehmen in der Logistik wichtiger denn je, wenn sie überleben wollen“, betont Markus Vinke, Geschäftsführer der TIS GmbH aus Bocholt. Das Unternehmen nutzte die Krise als Chance, um die länger geplante Digitalisierung weiterer Arbeitsprozesse voranzutreiben. Nachfolgend schildert Vinke seine Eindrücke.

„In der Corona-Krise haben wir die schon lange geplante Digitalisierung weiterer Arbeitsprozesse vorangetrieben – und damit die Krise auch produktiv genutzt.  Da ist zum einen unsere digitale Telefonanlage, die fast zeitgleich mit dem Lockdown in Betrieb genommen werden konnte – und mit der unsere Mitarbeiter jetzt auch im Homeoffice oder Hotel mit ihrer Büronummer erreichbar sind. Zum anderen haben wir eine schon lange geplante Plattform zum kollaborativen Arbeiten eingeführt und auch sofort begonnen, für unsere aktuellen Kundenprojekte damit zu arbeiten. Das hat einen enorm hohen Mehrwert für uns und wir bauen dies nun kontinuierlich aus.

Da viele unserer Kunden mit Microsoft Teams arbeiten, haben wir uns für dieses System entschieden. Mit der neuen digitalen Telefonanlage und MS Teams können wir jetzt sehr gut, flexibel und digital von überall arbeiten und sind hundertprozentig produktiv. Das war gerade in der Phase des Lockdowns, in der über 60 unserer Mitarbeiter aus dem Homeoffice arbeiten mussten, sehr wichtig.

Innerhalb MS Teams haben wir ein Team für TIS-interne Themen, eines für Kunden und eines für unser Produktmanagement, das jeweils in mehrere Kanäle unterteilt ist. Für jeden Kunden und jedes Produkt haben wir außerdem ein eigenes Wiki, in dem Informationen und Dateien abgelegt werden können: Status, Konzept, Besonderheiten, Infos aus Gesprächen, Fahrzeuge, Geräte etc. Das ersetzt natürlich nicht den „Flurfunk“ im Büro, hilft aber bei der Bündelung aller relevanten Informationen, auch, wenn sich alle mal nicht sehen können. Das unsere Firmenkultur von einer hohen Transparenz geprägt ist, haben unsere Mitarbeiter volle Lese- und Schreibrechte auf den meisten Kanälen. Aktuell arbeiten wir vor allem die laufenden Projekte ein, langfristig wollen wir das System aber umfassender nutzen.

Wir nutzen auch den Microsoft Planer, über den wir die Aufgaben definieren, die jedem Kanal in MS Teams hinzugefügt sind. Jeder Mitarbeiter hat damit seinen persönlichen Planer mit seinen Aufgaben – und es gibt einen Überblick über alle Aufgaben in den Projekten.

Durch die Einführung von Teams mit den verbundenen Tools wie Exchange und Sharepoint haben wir uns notgedrungen auch weiter an Microsoft gebunden. Jedoch sind die verwendeten Tools für uns ein Riesenmehrwert in der unternehmensweiten und unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit. Mit der neuen Plattform lösen wir außerdem verschiedene Tools bei uns ab und fokussieren uns auf eines – und das ist für die digitale Zusammenarbeit sehr wertvoll.

Die zentrale Erkenntnis aus der Krise ist für mich: Digitalisierung ist für alle Unternehmen in der Logistik wichtiger denn je, wenn sie überleben wollen. Und unsere Kunden sind auf dem richtigen Weg. Zum Beispiel ermöglicht unsere Software jetzt eine kontaktlose Unterschrift. Es gibt in unserer Software schon länger eine Konfiguration, die erlaubt, die Unterschrift bzw. das Paket zu fotografieren und das Foto in den Ablieferbeleg einzufügen, sodass eine kontaktlose Zustellung möglich ist. Solche Lösungen tragen zur notwendigen Digitalisierung unserer Branche bei.“

Markus Vinke, Geschäftsführer der TIS GmbH

 


About the Author

Stefanie Nonnenmann

PR-Journalistin und Projektmanagerin, impact media projects. www.bestoflogistics.de Brands: IFOY AWARD, Logistics Hall of Fame



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