Coronaserie

Published on 9. Dezember 2020 | by Stefanie Nonnenmann

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Mit Automatisierung gegen Infektionen

Die Pandemie hat gezeigt: Wer im Bereich Versand und Verpackung automatisiert hatte, meisterte nicht nur Volumensteigerungen, sondern schützte gleichzeitig seine Mitarbeiter vor Infektionen. Ein Kommentar von Claus Weigel, International Senior Sales Manager DACH-Region bei Packaging by Quadient.

„AHA. Seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie bringen die Menschen hierzulande diese drei Buchstanben nicht mehr nur mit der norwegischen Popband in Verbindung. Die AHA-Formel – Abstand, Hygiene, Alltagsmasken – prägt unsere Freizeit genauso wie unseren Arbeitsalltag. Firmen haben diejenigen, die einen Bürojob haben, ins Home Office geschickt – um Ansteckungen unter den Kollegen zu vermeiden.

Doch wer in der Logistik nicht am Laptop sitzt, sondern im Distributionszentrum für den physischen Warenumschlag sorgt, begiebt sich täglich in die Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19. Die AHA-Formel regiert seinen Joballtag. Doch langfristig ist es nicht damit getan, dass Logistikunternehmen Masken verteilen, Desinfektionslösungen aufstellen oder auf dem Boden Linien aufkleben, die zum Abstandhalten auffordern.

Covid-19 wird die Automatisierung und die Digitalisierung der Intralogistik massiv treiben – in allen Bereichen. Warum? Virologen gehen davon aus, dass das Coronavirus unser Leben noch lange prägen wird. Manuelle Logistikprozesse erfordern nicht nur viel Personal. Sie erschweren den Unternehmen auch, dass die Abstandsregelungen eingehalten werden können. Dabei können viele Lagerbereiche automatisiert werden. Automatisierte Lkw-Entladung, Shuttle-Systeme, Kommissierroboter sind nur einige Beispiele. Auch der Versand- und Verpackunsbereich kann hochautomatisiert ablaufen. Unsere Verpackungslösungen aus der CVP-Reihe können mit einer oder zwei Personen in der Produkteingabe bedient werden. Der Mindestabstand kann gewahrt werden. Mit einer Maschine können bis zu 20 Mitarbeiter an manuellen Packstationen ersetzt werden. Das heißt: Die Zahl der Lagermitarbeiter sinkt signifikant. Gleichzeitig profitieren die Firmen dank passgenau hergestellter Pakete von weniger Versandkosten und Transportschäden, einem geringeren Wellpappenverbrauch, höheren Durchlaufzeiten und keinen Problemen bei saisonalen Schwanken.

Unsere Kunden haben seit Ausbruch der Pandemie berichtet, dass sie aufgrund der ihrer Automatisierungslösungen nur sehr wenige Infektionsfälle im Lager hatten. In Gesprächen höre ich von so manchem Logistikentscheider, dass aufgrund der Coronakrise Automatisierungsvorhaben vorgezogen werden. Insbesondere in der DACH-Region treibt die Manager noch eine andere Sache um: der demografische Wandel. Statistiken besagen, dass beispielsweise die deutsche Bevölkerung von jetzt 82 Millionen auf bis zu 60 Millionen Menschen im Jahr 2050 sinkt. Damit stehen dem Arbeitsmarkt immer weniger Kräfte zur Verfügung. Das realisieren viele Unternehmen bereits jetzt – und reagieren!“

Claus Weigel, International Senior Sales Manager DACH-Region bei Packaging by Quadient

 


About the Author

Stefanie Nonnenmann

PR-Journalistin und Projektmanagerin, impact media projects. www.bestoflogistics.de Brands: IFOY AWARD, Logistics Hall of Fame



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