Coronaserie

Published on 2. Dezember 2020 | by Stefanie Nonnenmann

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Mit Flexibilität durch die Coronakrise

Das digitale Logistikunternehen InstaFreight profitierte während der Coronakrise unter anderem von seinem großen Netzwerk. Maximilian Schäfer, Co-Founder und Managing Director, schildert seine Eindrücke.

„An Krisen können Märkte und Unternehmen zerbrechen. Die Logistik erwies sich während der Coronapandemie als äußerst widerstandsfähig. Digitale Geschäftsmodelle entfalteten in besonderem Maße ihre Stärken für ein flexibel an den Kundenbedürfnissen ausgerichtetes Handeln. Nichtsdestotrotz standen auch wir bei InstaFreight im Frühjahr zunächst ungläubig vor einer sich gefühlt im Stundentakt ändernden Gesamtlage.

Als wir mit unseren Planungen für 2020 vor gut zwölf Monaten in die finale Phase gingen, konnte keiner mit dem tatsächlichen Verlauf rechnen. Anfang März überschlugen sich dann auch in Mitteleuropa die Ereignisse und veränderten dabei in vielen Fällen möglicherweise nicht alle gängigen Anforderungen an die Logistik, aber doch zumindest vielfach die gewohnte Form der Transportabwicklung.

Digitalisierung als Erfolgsfaktor

Mit Ausbruch des Coronavirus hat sich gezeigt, wie viel widerstandsfähiger die Logistik ist, wenn sie digital ist. Unser komplett digitales Produkt erwies sich dabei als Erfolgsfaktor. Als Vertragspartner für Verlader und Fuhrunternehmer sind und waren wir ausnahmslos einsatzbereit. Unsere Strukturen sind agil, viele Prozesse papierlos und automatisiert und die gesamte IT-Infrastruktur ist cloud-basiert, sodass wir im März problemlos das ganze Team ins Home Office schicken konnten – ohne Einbußen in der Qualität unseres Services, der Verfügbarkeit oder der Produktivität.

Verlader schätzten in diesen Tagen besonders unseren ganzheitlich digitalisierten Transportprozess, angefangen bei der Quotierung, über die Transportbuchung und -verfolgung bis hin zum Dokumentenmanagement. Im InstaFreight Transportation Control Tower stellen wir alle Transporte übersichtlich dar und der Verlader kann die Status live mitverfolgen und möglicherweise Planungen daran anpassen. So war in diesen Tagen zwar vieles ungewiss, unsere stets verfügbare digitale Abwicklung der Transporte ermöglichte es dennoch, weiterhin Transporte effizient zu managen.

Flexibilität durch Plattformmodell

In der Krise sind Transportvolumen nur schwer planbar und von Produktionsschließungen oder schwankender Nachfrage betroffen. Durch unser großes Partnernetzwerk von über 25.000 europäischen Fuhrunternehmern können wir flexibel auf Änderungen des Transportvolumens reagieren. Als die Nachfrage bei unseren Kunden stieg (Stichwort Hamsterkäufe), konnten wir schnell Transportkapazitäten zur Verfügung stellen und den neuen Bedarf verlässlich abdecken. Sinkt das Transportvolumen, wenn beispielsweise Produktionen temporär geschlossen werden, sind davon besonders die Fuhrunternehmer betroffen. Mit Hilfe von Algorithmen finden wir die zu den Bedürfnissen des Fuhrunternehmers passenden Transporte.

Ebenso zeigt der Aufbau einer Lkw-Landbrücke aus Asien nach Europa in einer Phase, in der andere Verkehrsträger nicht die gewohnten Volumen transportieren konnten, exemplarisch unseren flexiblen Umgang mit den Krisenfolgen.

Transport Management

Unter den herausfordernden Bedingungen haben sich unsere Pilotprojekte im Transport Management mehr als bewiesen. Das führen wir nicht zuletzt darauf zurück, dass Verlader während und durch die Coronakrise vermehrt Wert auf eine effiziente und unkomplizierte Transportlogistik gelegt haben. Dass unsere IT dafür prädestiniert ist, zeigte sich in den Tagen, in denen die Suche nach effizienteren Lösungen Hochkonjunktur hatte. Seit Herbst 2020 bieten wir nun neben den Speditionsleistungen auch das Transport Management allen Kunden an.

Logistikbranche: The best is yet to come

Die Logistik hat den Lackmustest „Corona“ bestanden – sicher nicht auf jeder Ebene und nicht überall mit fliegenden Fahnen. Aber wir sind gerade in 2020 stolz, ein Teil dieser Branche zu sein und sie voranzutreiben. Dank eines weiteren Digitalisierungsschubs in ihr, der zum Teil auch aus den Krisenerfahrungen resultierte, blicken wir zuversichtlich auf die kommenden Jahre und werden weiterhin innovative Lösungen für die kommenden Herausforderungen entwickeln.“

Maximilian Schäfer, Co-Founder und Managing Director


About the Author

PR-Journalistin und Projektmanagerin, impact media projects. www.bestoflogistics.de Brands: IFOY AWARD, Logistics Hall of Fame



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